Martin Semmelrogge: Einmal Rebell, immer Rebell

Der Schauspieler Martin Semmelrogge posiert am Mittwoch (13.01.2011) in Berlin zur Premiere des neuen Musicals "Hinterm Horizont" im Theater am Potsdamer Platz. Das Musical mit Hits von Udo Lindenberg feiert seine Weltpremiere. Foto: Jens Kalaene dpa/lbn
Der Schauspieler wirft einen Blick zurück in seine Kindheit und zeigt sich dankbar für die Freiheit, die er erleben durfte.
Martin Semmelrogge war schon in jungen Jahren ein Rebell.
Der Schauspieler wuchs in der Schwäbischen Alb auf, nachdem seine Eltern in den 50er-Jahren aus der DDR geflohen waren. Er habe eine „sehr schöne Kindheit“ erlebt, zeigt sich der Star heute dankbar. „Ich war behütet, aber auch frei, was meinem Wesen entspricht, mich nicht domestizieren zu lassen“, erklärt er. Auch seine Schulzeit habe ihn tief geprägt. An die Botschaft eines früheren Lehrers könne er sich noch heute gut erinnern. „Wichtig im Leben sei, seine eigenen Entscheidungen zu treffen, viel wichtiger, als Vokalen auswendig zu lernen“, führt der Synchronsprecher auf.

Der Schauspieler Martin Semmelrogge posiert am Mittwoch (13.01.2011) in Berlin zur Premiere des neuen Musicals „Hinterm Horizont“ im Theater am Potsdamer Platz. Das Musical mit Hits von Udo Lindenberg feiert seine Weltpremiere. Foto: Jens Kalaene dpa/lbn

Es habe jedoch auch weniger positive Beispiele gegeben. „[Ein Lehrer] hat versucht, mir meine Hippie-Haare abzuschneiden. Letztlich hat er aber nur ein kleines Büschel erwischt. Ich bin also als Sieger aus der Sache rausgegangen“, sagt Semmelrogge selbstbewusst. Dadurch habe er viel fürs Leben gelernt: „Dieses Winner-Gefühl kann ich noch heute abrufen und habe es nie verloren. Ich kann gut mit Schicksalsschlägen und Verlusten umgehen, stehe immer wieder auf und mache weiter.“
Tatsächlich sei er früher „eher zurückhaltend“ gewesen, verrät der 63-Jährige im Interview mit ‚PSYCHOLOGIE bringt dich weiter‘. Irgendwann merke man jedoch, „dass die Welt ungerecht ist, und dann muss man auf den Putz hauen.“ Zuweilen sei es aber auch gut, sich bedeckt zu halten: „Ich bin aber auch heute gern manchmal einfach noch Beobachter.“

 

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